Page 25 - HIPER RENT A CAR – E-Paper SunnyGuide Mallorca No.2.2
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 1998 unter dem damaligen Bürgermeister Joan Fageda. Diese sah auch Enteignungen der Fami- lien von Militärs vor, die noch in diesem Bereich lebten. Im Jahre 2007 erfolgte dann der Abriss der insgesamt 137 militärischen Häuser.
Die neuesten Planungen: Inmitten des noch brachliegenden Geländes will die Stadt Palma in den kommenden zwei Jahren ein Fünf-Ster- ne-Luxushotel errichten. Dann dürfen sich zahlungsfreudige Gäste über eine Suite mit Meerblick freuen.
IPATIOS
n Palma strahlen die meisten Stadthäu- ser und Paläste schon von außen einen spürbaren Hauch Kultur und Kunst aus.
Wer einen Blick hinter die prachtvollen Fassaden wirft, entdeckt dann ihren versteckten Zauber: Patios, Innenhöfe, mit rustikalen Bodensteinen und Fliesen, geschwungenen Marmortreppen und einer Vielzahl an Pflanzen, die dem Innen- raum ein Stück grüne Lebendigkeit verleihen. Die Schönheit und Einzigartigkeit der Patios von Palma faszinierte schon Jules Verne. In seinem Buch “Clovis Dardentor“ verewigte er sie als lite- rarischen Schauplatz seiner Helden.
Ihre Blütezeit erlebten die Patios im 13. Jahrhun- dert. Anfangs noch im gotischen Stil, brachte der wirtschaftliche Aufschwung des 17. und 18. Jahrhunderts eine reichere, architektonische Gestaltung im Stil der Renaissance und des Ba- rock. Palma besitzt über 40 Patios, von denen viele zu öffentlichen Einrichtungen gehören, wie beispielsweise dem Museum Es Baluard, dem Museum Palau March, oder den beiden Kran- kenhäusern Hospital Sant Pere und Sant Bernat. Diese Innenhöfe sind jederzeit zu besichtigen. Die Touristeninformation hilft bei der Planung des Rundgangs. Nicht auslassen sollten Sie den großen Patio des Obersten Gerichtshofes der Ba- learen, den Innenhof im Oleza-Palast, Ca‘n Vivot, Ca‘n Pásquela, Ca‘n Lladó, Marquez del Palmer und den Patio des Museums von Mallorca, Ca la Gran Cristina.
Leider sind viele der Patios für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da sie sich in Privatbesitz be- finden. Dann bleibt meist nur der Blick durch die Gitterstäbe der großen Tore, um einen Eindruck der gepflegten Eleganz zu bekommen. Doch einmal im Jahr, zu Fronleichnam, öffnen die Pa- tios ihre Pforten. Dann können die privaten Pa- tios im Rahmen von Führungen besucht werden. Manchmal finden in einigen Innenhöfen auch klassische Konzerte statt.
CASTELL DE BELLVER
Das Castell de Bellver, das in rund 112 Metern Höhe über der Stadt Palma de Mallorca thront, ist eine für Spani- en und Europa einmalige Burganlage. Anders, als andere Wehrbauten ist das Castell kreisrund. Während die Arkaden der unteren Etage aus ro- manischer Zeit stammen, ist der Säulengang des oberen Stockwerks gotisch.
Das Castell de Bellver besitzt vier Türme und ist von einem rund vier Meter breiten Graben um- geben. Der größte Turm, der Torre de l’Homenat- ge, ist durch eine Brücke mit der eigentlichen Festung verbunden. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Bucht von Palma und weit über Land und Meer. Kein Wunder: “Bellver” bedeutet “schöne Aussicht”.
Der Bau des Castell de Bellver begann im Jahre 1300 durch den Architekten Pere Salvà, der zu- vor den Almudaina-Palast umgebaut hatte. Elf Jahre später war die Burg fertiggestellt. Jaume II. nutzte sie als Schutzburg und Residenz, spä- ter diente sie über Jahrhunderte als Gefängnis. Im 19. Jahrhundert wurden im Castell de Bellver Münzen geprägt. Seit 1936 befindet sich im Erd- geschoss das Museum zur Stadtgeschichte Pal- mas, das “Museu d‘Història de la Ciutat”.
Carrer Camilo José Cela, s/n, Palma
https://castelldebellver.palma.cat https://cultura.palma.cat
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