Page 242 - HIPER RENT A CAR – E-Paper SunnyGuide Mallorca No.2.2
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tung Lluc und Pollença fort. Parkende Autos am Straßenrand und jede Menge Ausflügler, die die Straße kreuzen, weisen unmissverständlich auf den nächsten Aussichtspunkt hin. Vom Mirador de s‘entreforc in Höhe von km 26,5 bietet sich ein herrlicher Blick über den Torrent de Pareis bis zum Meer. Eine kleine Bar versorgt die Be- sucher mit Snacks, Erfrischungsgetränken und Eis.
Dem Himmel so nah
Schließlich erreichen wir den Coll de Sa Bataia mit dem gleichnamigen Ausflugslokal Es Guix. Hier könnte man rechts auf die Ma-2130 abbie- gen, die über den Olivenort Caimari und Selva nach Inca führt. Wir folgen jedoch weiter der Ma-10 abwärts zum Heiligtum Lluc. Ein Stopp ist hier Pflicht.
Lluc ist das bekannteste und größte Heiligtum Mallorcas, eines der beliebtesten Ausflugsziele der Insel und ein bekannter Wallfahrtsort. Je- des Jahr kommen rund eine Million Besucher an diesen Ort mitten in den Bergen der Serra de Tramuntana - Pilger nicht mitgezählt. Häu- fig als „Kloster“ bezeichnet, ist das nicht ganz richtig. Die heiligen Mauern von Lluc werden nämlich von Padres verwaltet und nicht von Mönchen bewohnt; somit ist Lluc ein Santuari, ein Heiligtum.
Weiter geht es in Richtung Pollença. Bei KM 17,4 zweigt ein kleiner Weg zu den öffentlichen Fin- cas Menut und Binifaldó ab, Ausgangspunkt für schöne Wanderungen ins Gebirge, oder einfach nur ein erholsamer Ort für eine kleine Pause.
Alles Käse – oder was?
Die Ma-10 führt nun stetig abwärts. Nach so vie- len, schönen Eindrücken ist es an der Zeit für eine kleine Stärkung. Am besten mit echten, mallorquinischen Produkten, frisch vom Land. Bei KM 5,3 bietet sich eine wunderbare Mög- lichkeit, die Landwirtschaft der Insel hautnah kennenzulernen.
Ökobäuerin María Jesús Pons betreibt hier ei- nen kleinen Hof und stellt Spezialitäten aus Ziegenkäse her. Öffnungszeiten gibt es keine, aber María ist fast immer irgendwo auf dem Gelände zu finden und freut sich über Besu- cher. Umgeben von Laubbäumen und Kiefern, auf weitläufigen, im Frühling und Herbst saftig grünen Wiesen tummeln sich die eigentlichen Produzenten: ihre Ziegen.
Seit rund 20 Jahren baut María gemeinsam mit ihrem Mann Obst und Gemüse auf der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Finca an und ver- kauft frische Eier von Hühnern, die glücklicher nicht sein könnten. Sie laufen gackernd zwi- schen Katzen herum, scharren im Dreck oder dösen in der Sonne. Selbst der Hahn macht hier genau das, was ein Hahn eben macht: Er sitzt auf einem Strohhaufen und behält die Über- sicht.
Seit nunmehr sechs Jahren gibt es aber noch einen weiteren, überaus schmackhaften Bro- terwerb bei María: Ziegenkäse. Ganz gleich, ob in der Qualität eines Camemberts, als semi- curado oder mit buntem Pfeffer - die Bäuerin hat den einfachen Ziegenkäse zu einer Delikat- esse geformt. Eine Besonderheit ist der Queso de Cabra con carbón, ein Ziegenkäse, der mit (essbarer) Kohle umrahmt ist, die sich beim Schneiden mit dem eigentlichen Käse verbin- det und für ein ganz besonderes Geschmack- serlebnis sorgt.
























































































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